20.11.2015

Intensivseminar in Transsylvanien, Rumänien

Die HFT Luzern AG engagiert sich seit über 10 Jahren in Rumänien. Regelmässig besuchen Studierende der HFT Tourismusakademie das Land und begleiten touristische Projekte. Anlässlich der Intensivwoche im Herbst 2015 wurden Hotels analysiert, Reiserouten definiert und Empfehlungen für die Erschliessung touristisch relevanter Sehenswürdigkeiten erarbeitet. Ganz speziell war die Taufe einer Wasserbüffelkuh, die von der HFT Luzern einer Familie geschenkt wurde.

Die Studierenden der Höheren Fachschule für Tourismus absolvieren während der viersemestrigen Ausbildung diverse Intensivseminare im In- und Ausland. Die Studierenden des Standorts Thun besuchten im Herbst 2015 Transsilvanien, Rumänien.Begleitung von fünf Projekten

«Ziel der Intensivseminare ist, dass die Studierenden ihre Erfahrungen aus dem Tourismusfeld der Schweiz in einem Industrie-Schwellenland wie Rumänien, das sich in Sachen Tourismus stark entwickelt, einbringen», schildert Marcel Furer, Verantwortlicher für die Intensivseminare an der HFT. Weiter sollen in dieser Woche praktische Anleitungen zur touristischen Angebotsgestaltung in diversen Ortschaften erarbeitet oder die Begleitung von Gasthäusern realisiert werden. Nicht zuletzt dienen diese Intensivwochen auch der Verfeinerung der Teamarbeit.

Im Herbst 2015 führten die Studierenden fünf Projekte in Transsilvanien durch: Im Dorf Cund wurden ein Leitbild sowie ausführliche Prozessabläufe und Checklisten für die Qualitätssicherung eines Hotel-Resorts erarbeitet. Südwestlich der Stadt Sibiu befasste sich ein Team mit der Erschliessung von Wandertrails in einem Naturschutzgebiet. Zwei Studentengruppen erstellten für zwei Gasthäuser bei Probstdorf vertiefte SWOT-Analysen und formulierten umfangreiche Handlungsempfehlungen für die Angebotsentwicklung im Zusammenhang mit dem Dorf und der nahen Umgebung. Mobil musste die Gruppe sein, die sich eine Woche lang mit der touristischen Bestandesaufnahme im Gebiet Brasov-Fagarasch-Sibiu befasste, um einen ganzen Fächer von Ideen und Sehenswürdigkeiten zusammenzutragen.

Einsatz für die Wasserbüffel

Die HFT Luzern AG schloss sich im Jahr 2014 dem Verein „Villa Abbatis“ an, welcher unter dem Motto „Rettet die Büffelherde“ die Menschen auf dem Land ermutigt, weiterhin Wasserbüffel zu halten und zu nutzen. Die HFT Luzern AG kaufte eine junge Wasserbüffelkuh und schenkte sie einer Familie in Altina, die sich der Wasserbüffelhaltung widmet. Während dieser Intensivwoche trafen sich die Studierenden vor Ort, um die Wasserbüffelkuh der Schule zu taufen. Auf dem Hof der Familie eingetroffen stellten sie fest, dass die Büffelkuh inzwischen mächtig gewachsen war und bereits selbst eine kleine Wasserbüffelkuh geboren hatte. Also waren die Studenten gefordert, in kleinen Gruppen ihre Fantasie spielen zu lassen und gleich zwei Namen zu finden. Die Verlosung der Namensideen ergab dann „Cinderella Neagra“, schwarze Cinderella, für die Mutterkuh. Das Büffelbaby wurde auf den Namen „Pàlinka“ getauft, eigentliches Nationalgetränk in Rumänien. „Mit dem Engagement der HFT Luzern für Wasserbüffel möchten wir unseren Einsatz nachhaltig vor Ort verankern und aktiv zur Entwicklung dieses Wirtschaftszweiges beitragen“, erklärt Patrick Rüedi, Direktor der HFT Luzern AG. Die Wasserbüffel gelten in Rumänien noch immer als gefährdete Nutztierart. Durch den Erhalt der Herden können ganze Wertschöpfungsketten in den Dörfern wieder aufgebaut werden, was auch den Tourismus positiv beeinflusst.

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